Stadthistorie Hannover
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Steintor, Nordmannstraße vorheriger Ort nächster Ort

Das Steintor markiert einen der historisch bedeutendsten Zugänge zur Hannoverschen Altstadt. Seit dem 14. Jahrhundert urkundlich belegt, kontrollierte das nördliche Stadttor den Fernverkehr und bildete die Grenze zwischen der befestigten Bürgerstadt und dem Umland. Mit der systematischen Entfestigung Hannovers ab 1780 verlor die Anlage ihre militärische Funktion und wurde zugunsten des Verkehrsflusses abgetragen. Im 19. Jahrhundert integrierte Hofarchitekt Georg Ludwig Friedrich Laves das Areal in die repräsentative Georgstraße, wodurch sich das Steintor zum städtebaulichen Gelenk zwischen Zentrum und Nordstadt entwickelte. Das 20. Jahrhundert setzte mit dem Bau des Anzeiger-Hochhauses 1928 einen neuen städtebaulichen Akzent. Nach den Zerstörungen durch Luftangriffe 1943 wurde der Bereich neu geordnet und fungiert heute als Schnittstelle zwischen Fußgängerzone und Goseriede, wobei der Name bis heute an die einstige Wehranlage erinnert.


Früher zu Heute Vergleiche:

Zugeordnete Stadttafeln

1350
1822
1888
1926